Seminarkurse besuchen Experimenta

Seminarkurse besuchen Experimenta

Die Seminarkurse des TG Bruchsal besuchen die experimenta Heilbronn – den größten Science Center Deutschlands

Sage es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten.
Lass es mich tun, und ich werde es können.

Diese Weisheit von Konfuzius war nie aktueller als in der heutigen schnelllebigen digitalen Arbeitswelt. Getreu dem Motto aus dem 4. Jahrhundert vor Chr. besuchten am 01.04.2022 die Schüler/innen der Seminarkurse des TG gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Jung, Frau Hess, Herrn Hoffmann und Herrn Ritter die experimenta in Heilbronn. In ihren Seminarkursen beschäftigen sich die Schüler/innen seit Beginn des Schuljahres u.a. mit folgenden spannenden und hochaktuellen Themen: Energieversorgung der Zukunft, Künstliche Intelligenz, Digitale Arbeitswelten, Mobilität und Klimawandel.

Die experimenta als erlebnisorientierte Bildungseinrichtung versucht mit interdisziplinären Angeboten und einer spezifischen handlungsorientierten Didaktik diese Themen aufzugreifen und die Besucher für Wissenschaft und Technik zu begeistern.

Ein besonderes Erlebnis für alle Lernenden war die Vorführung im Science Dome „Wir sind Sterne“; hier wurden den Schüler/innen die Geheimnisse der kosmischen Chemie und deren explosiver Ursprung erläutert. 

Anschließend entdeckten die Schüler/innen die Ausstellung auf eigene Faust; rund 275 Mitmachstationen in der Ausstellung und eine Sonderausstellung luden getreu dem Motto „Erleben schafft Wissen“ zum Experimentieren ein. Mit vielen neuen und interessanten Eindrücken ging es dann am späten Nachmittag zurück nach Bruchsal. 

(Julia Jung, StR‘in)

eprimo-Geschäftsführer besucht das TG Bruchsal

eprimo-Geschäftsführer besucht das TG Bruchsal

Wie sieht die Energieversorgung der Zukunft aus? – eprimo-Geschäftsführer besucht das Technische Gymnasium Bruchsal

Beim aktuellen Schülerwettbewerb des Handelsblattes „Chef zu gewinnen“ konnte sich die Klasse 12/1 des Technischen Gymnasiums der Balthasar-Neumann Schule 1 Bruchsal durchsetzen und gewann einen Besuch von Jens Michael Peters, CEO von eprimo. Der Ökostromanbieter mit Sitz in Hessen beschäftigt ca. 160 Mitarbeiter und betreut 1,7 Mio. Kunden.

Schulleiter Frank Heusch eröffnete die Veranstaltung, bevor die Diskussionsrunde von Katja Stricker vom Handelsblatt moderiert wurde. In den nächsten 90 Minuten nutzten die Schülerinnen und Schüler ausführlich die Gelegenheit, Herrn Peters aktuelle Fragen zur Energieversorgung aber auch zu möglichen Bewerberverfahren zu stellen. Im Vorfeld hatte sich die Klasse mit ihrer Lehrerin Frau Jung mit den wirtschaftlichen Kosten und der Durchführbarkeit der Energiewende auseinandergesetzt. Vom Ausbau privater Solaranlagen über die Initiative von Energiegenossenschaften bis hin zur aktuellen Ukrainekrise, die Oberstufenschüler traten in einen spannenden Diskurs mit Herrn Peters. Er zeigte die Dringlichkeit der Energiewende auf und motivierte und begeisterte die Schüler, sich weiterhin mit dem Thema Energieversorgung auseinanderzusetzen.  

Abschließend hatte Herr Peters noch ein Erfolgsmotto für die Schülerinnen und Schüler: „Seid CEO eures eigenen Lebens. Macht etwas aus Überzeugung, was euch Freude bereitet und übernehmt Verantwortung. Bewegt etwas!“ Nach diesem aufschlussreichen Vormittag ist die Klasse voller Vorfreude, die Einladung von Herrn Peters zu folgen, das Unternehmen zu besuchen und noch näher kennenzulernen.

Julia Jung, BNS 1

Auf dem Foto: Schülerinnen und Schüler der Klasse 12-1 des Technischen Gymnasium mit Herrn Peters (im grünen Pulli) mit Frau Stricker vom Handelsblatt (Foto: © Jürgen Altmann)
Bier ist nicht zum Trinken da!

Bier ist nicht zum Trinken da!

Bierschaumexperimente und ein neues Unterrichtsfach an der Balthasar-Neumann-Schule 1

Gewerbliches Bildungszentrum, Freitagnachmittag,  Raum 120, 16 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrer. Bierflaschen werden geöffnet, die goldgelbe Flüssigkeit fließt schäumend ins Glas. Was ist da los? Wird hier der „Brusler Dorscht“ während der Schulzeit gelöscht? Nein, die (Reagenz-) Gläser werden nicht geleert, stattdessen werden Stoppuhren, Meterstäbe und Notizzettel gezückt…

Wir wurden soeben Zeugen des „Bierschaumexperiments“, welches dazu dient, in das wissenschaftliche Experimentieren einzuführen. Ausgangspunkt für das Experiment ist die Überprüfung der zahlreichen „volkstümlichen“ Theorien, welche Faktoren das Verschwinden des Schaums beeinflussen, wie etwa:  Schäumt Bier in einem mit Spülmittel gespülten Glas wirklich weniger als einem Glas, das nur mit  Wasser gespült wurde? Mit diesem einfachen Experiment wird die Klasse mit den Projektschritten eines wissenschaftlichen Experiments vertraut gemacht.  Dies soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, im Laufe des neu eingeführten Faches „Naturwissenschaftliches Experimentieren“ (NExt) weitere Experimente in Kleingruppen eigenständig zu planen, durchzuführen und auszuwerten. Die Balthasar-Neumann-Schule 1 ist eine von ca. 80 Schulen in Baden-Württemberg, die ausgewählt wurden, in Form eines Schulversuchs dieses neue Fach für die Eingangsklassen des Technischen Gymnasiums anzubieten. Hiermit soll mit einem hohen „Forschungsanteil“ ausdrücklich die „Studierfähigkeit“ verbessert werden, so ist auch im Bildungsplan davon die Rede, dass die Schülerinnen und Schüler dazu motiviert werden sollen, an Wettbewerben wie „Jugend forscht“ teilzunehmen.

Die Erfahrungen nach den ersten Wochen zeigen, dass das Fach „Naturwissenschaftliches Experimentieren“ gut ankommt. Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen sind tatsächlich zwei Kurse zustande gekommen. Dies liegt zum einen daran, dass der Physik- und Mathelehrer Clemens Hoffmann und der Chemie-Lehrer André Ritter ein attraktives Programm zusammengestellt haben, das den Schülerinnen und Schülern im Sinne des Bildungsplans viel Wahlfreiheit lässt. So stehen zahlreiche Experimentierkästen aus den Bereichen Elektrik, Mechanik und Optik zur Verfügung, es können Experimente mit Photovoltaik-Anlagen und Mikrocontrollern durchgeführt werden. Zum anderen handelt es sich bei „NExt“ um ein Fach, das einen sehr hohen Anteil an selbständiger Schüleraktivität aufweist und damit den aktuellen Forderungen nach einem modernen, nachhaltigen Unterricht sehr weitgehend erfüllt. Nicht viele Fächer an den beruflichen Gymnasien können damit konkurrieren, zumal ein „klassisches Experimentierfach“ wie Physik seit diesem Schuljahr in den Eingangsklassen keinen verbindlichen Laborunterricht mehr vorsieht. Hier füllt „NExt“ eine Lücke und macht zudem den Schülerinnen und Schülern einfach Spaß. Und das ist als Motivationsfaktor nicht zu unterschätzen. So bleibt zu hoffen, das „NExt“ sich im Fächerkanon der beruflichen Gymnasien etablieren wird.

(Bernd Grün, BNS1 Bruchsal)