Studienfahrt 2022 – Oberstufenschüler (12/1 und 12/2) des TG Bruchsal entdecken das Ruhrgebiet

Studienfahrt 2022 – Oberstufenschüler (12/1 und 12/2) des TG Bruchsal entdecken das Ruhrgebiet

Es ist war nicht Barcelona, Rom oder London – es war das westfälische Ruhrgebiet. Mit etwas Skepsis ging es für 40 Schüler/innen und drei Lehrkräfte am Montagmorgen, den 18.07.22, in Richtung Dortmund.  Erster Zwischenstopp: Tagebau Hambach. Hier bot sich den Schüler/-innen eine gigantische Tagebaugrube, die die Dimensionen der Kohlegewinnung aufzeigte. Nach Ankunft in der Jugendherberge „Adolph Kolping“ nahmen die Schüler/innen an einer Stadtrundfahrt teil und bekamen einen ersten interessanten Eindruck über die Vielfältigkeit des Ruhrgebiets – vom Hochofenwerk Phoenix-West, über den Signal-Iduna-Park (ehem. Westfalenstadion) bis zur Technischen Universität mit ihren zahlreichen Fakultäten mit überwiegend technologischen Schwerpunkten.

An den folgenden Tagen besuchten die Schüler/innen unter anderem Deutschlands größte Arbeitsausstellung – das Museum DASA beinhaltet viele interaktive Stationen zu Themen wie z.B. künstliche Intelligenz, Robotik, Nachhaltigkeit und neue Arbeitswelten.

Ein weiteres Highlight war der Besuch des UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen. Im Rahmen einer Führung durch einen ehemaligen Kokerei-Mitarbeiter erfuhren die Schüler/innen, wie bis 1993 die Kohle aus der Zeche bei über 1000 Grad Celsius zu Koks veredelt wurde.  Die Besichtigung der einst größten Zentralkokerei Europas ermöglichte den Schülern auch einen Blick auf ehemalige Kohlelager, Kohletürme und Schornsteine.

Beeindruckend war der Gasometer Oberhausen, er bot den Schüler/innen ein unvergleichliches Raumerlebnis mit seiner Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“. Mit preisgekrönten Fotografien und Videos machten die Aussteller die Klimageschichte und den Einfluss des Menschen auf seine Umwelt deutlich. Unvergesslich bleibt in diesem Zusammenhang die Erdkugel im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers.

Für Abwechslung und jede Menge Spaß sorgte mit Achterbahnfahrten und spektakulären Artistenshows das „Phantasialand“ Brühl.

Zum Abschluss durften sich die Schüler/innen im Anschauungsbergwerk Bochum ausprobieren und die neuesten Maschinen im Bergbau kennenlernen. Auch das dazugehörige Bergbaumuseum verschaffte einen tiefen Einblick in die Geschichte des Kohleabbaus.

Nach dieser sehr abwechslungsreichen Woche kamen die Schüler/innen und Lehrerinnen erschöpft, aber mit vielen interessanten und schönen Erlebnisse wieder in Bruchsal an.

(Julia Jung und Anna Steitz, BNS 1)

Fit für die Welt von morgen – Neo Academy zu Besuch am Technischen Gymnasium

Fit für die Welt von morgen – Neo Academy zu Besuch am Technischen Gymnasium

Anfang Juli durften die Schüler/innen der Klasse 12/1 des Technischen Gymnasiums in Bruchsal an einem zweitägigen Workshop der NEO Academy von Next Entrepreneurs teilnehmen. Roger Zimmermann, Geschäftsführer der Neo Academy, zeigte den Schüler/innen die Herausforderungen der künftigen digitalen Arbeitswelt: Die heutige Schülergeneration wird sich mehr denn je übergreifend in neue Aufgaben und komplexe Situationen hineindenken und entsprechende Lösungsstrategien entwickeln müssen. Zu den geforderten Future Skills gehören unter anderem Kreativität, Teamfähigkeit, Innovationskultur, Flexibilität, Empathie, Agilität, Problemlösekompetenz und Konfliktfähigkeit.

In verschiedenen Teams erarbeiteten die Jugendlichen Problemlösungen zum Thema „Unterrichtsgestaltung bei einem Lockdown“, dabei bekamen sie bewährte Methoden aus der Start-up-Welt zur Verfügung gestellt. Heiko Haller unterstützte die Teams mit der von ihm entwickelten Software für visuelles Wissensmanagement „Infinity Maps“ und gab wertvolle Tipps zur Entwicklung von Lösungsstrategien. Mit viel Spaß und hochmotiviert erstellten die Schüler/innen Videos zu ihren Ergebnissen. 

Im Rahmen des Workshops stellten Pia Mogge und Robin Köhnlein, Studierende des KIT, ihr Forschungsprojekt vor: In einem Team von etwa 50 Studierenden (mue-Zero e.V.) entwickeln sie Hyperloop-Prototypen und arbeiten weltweit vernetzt daran, die Transportrevolution voranzutreiben. Mit viel Begeisterung für ihr Projekt inspirierten sie die Schüler/innen, Lösungen für die Welt von morgen zu entwickeln. Beispielhaft zeigten sie, dass wir eine Lernkultur benötigen, die lebenslanges Lernen fördert und Technologie, Teamfähigkeit und persönliche Entwicklung unterstützt. 

Das Resümee der Klasse und ihrer Lehrerin Frau Jung war nach diesen zwei Tagen durchweg positiv; die Neo Academy hat den Schüler/innen mit viel Engagement einen Perspektivenwechsel und künftige Handlungsoptionen aufgezeigt, ganz nach ihrem Motto: 

„Die Zukunft wird von denjenigen geformt, die mutig sind, Neues zu lernen, Altes zu hinterfragen und Unbekanntes zu erforschen.“

Julia Jung (BNS 1)

Studienfahrt der TG 12/3 vom 18. – 22.07.2022 nach Bremen

Studienfahrt der TG 12/3 vom 18. – 22.07.2022 nach Bremen

Nach einigen Wochen der Vorfreude war es endlich so weit: Voller Erwartungen und Neugierde trafen wir uns am Montag, den 18.07.2022 um 8:50 Uhr am Bruchsaler Bahnhof, um mit unserer Chemielehrerin Frau Hübner und unserem Wirtschaftslehrer Herr Melcher unsere gut siebenstündige Reise in die Freie Hansestadt Bremen anzutreten. Wir erreichten am späten Nachmittag wohlbehalten das a&o Hostel Bremen Hauptbahnhof. Unsere Zimmer heizten sich  bei Außentemperaturen bis zu 39°C schnell auf. Dennoch waren wir mit dem Hostel zufrieden, da es sehr zentral liegt, die Anbindung an den ÖPNV sehr gut ist und das freie WLAN gut funktionierte. Den ersten Abend hatten wir zur freien Verfügung. Auf der Suche nach Restaurants konnten wir bereits erste Eindrücke von Bremen sammeln.

Am zweiten Tag machten wir uns nach dem Frühstück auf dem Weg zum Marktplatz. Dort wurden wir am Bremer Roland um 10 Uhr von unseren beiden freundlichen Gästeführern zum Stadtrundgang empfangen. In zwei Gruppen erkundeten wir die zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie etwa die Statue der Bremer Stadtmusikanten, das Rathaus, den Dom St. Petri und das Schnoor-Viertel, ehe wir dem Glockenspiel in der Böttcherstraße lauschten. Danach stand eine digitale Stadtrallye auf dem Plan: Während wir die Stadt in kleinen Gruppen selbständig erkundeten, staunten wir erneut über spannende Fakten rund um die Stadt Bremen. Am späten Nachmittag trafen wir uns zur Besprechung des nächsten Tages in der Lobby. Anschließend durften wir den Abend dieses erlebnisreichen Tages wieder frei gestalten. Während ein Teil der Klasse viel Spaß im Lasertag hatte, genoss der andere Teil den Sonnenuntergang am Ufer der Weserpromenade.

Der dritte Tag war besonderer Attraktionen gewidmet. Nach dem Frühstück begaben wir uns auf den Weg zum Science Center „Universum“. Während unseres dreistündigen Aufenthalts durften wir hier anhand von über 300 Exponaten vielfältige naturwissenschaftliche Phänomene experimentell erleben. Es bot sich zudem die Gelegenheit, auf einem 27 Meter hohen Turm eine weite Aussicht über die Stadt Bremen zu genießen. Nachmittags besuchten wir die Ausstellung „The Mystery of Banksy – A genius Mind“, welche zahlreiche Kunstwerke des anonymen, international bekannten Street-Art-Künstlers Banksy zeigte. Hier bestaunten wir viele Graffitis, Fotografien, Skulpturen und Drucke, die sich kritisch mit dem Kapitalismus und dem britischen Establishment auseinandersetzen. Zudem sahen wir uns eine interessante Dokumentation über Banksys beispiellose Künstlerkarriere an. Auf dem Rückweg zum Hostel machte uns die Hitze von über 37°C zu schaffen. Dennoch waren wir fit genug, um unseren Abend frei zu gestalten. Besonders beliebt war hierbei der Besuch eines Sushi-Restaurants.

Mit dem Donnerstag begann für uns ein eher entspannter Tag: Nach dem Frühstück brachen wir zum Klimahaus Bremerhaven auf. Diese Wissens- und Erlebniswelt bot uns während unseres zweieinhalbstündigen Aufenthaltes viele spannende Einblicke und Informationen rund um die Themen Klima, Klimawandel und Wetter. Neben interaktiven Exponaten erwarteten uns zahlreiche Aufzeichnungen, in denen Menschen rund um die Welt berichten, inwiefern das Klima ihren Alltag beeinflusst. Insbesondere versetzte uns die erlebnisreiche Ausstellung „Die Reise“ ins Staunen. Sie führte uns durch fünf Kontinente und neun Ortschaften entlang des Längengrades 8°34′ Ost, auf dem sich auch Bremerhaven befindet. Auf den verschiedenen Reisestationen konnten wir vielfältige Klimazonen durchlaufen und das Lebensgefühl in den nachgebildeten Landschaften nachempfinden. So ließen wir uns etwa von der schneebedeckten Antarktis bei -6°C und den Großaquarien Samoas faszinieren. Nachmittags rundeten wir unseren Aufenthalt in Bremerhaven nach Belieben ab. Ein Teil der Klasse vergnügte sich am Nordseeufer, sichtete Krabben und speiste im Pfannkuchenschiff. Eine weitere Gruppe genoss Crêpes mit verschiedensten Füllungen, während sie sich der ruhigen Atmosphäre des Willy-Brandt-Platzes und dem dortigen Ausblick auf die Schiffe, das Meer und die Möwen erfreute.

Freitags nahmen wir unser letztes Frühstück zu uns, ehe wir die Heimreise mit vielen unvergesslich schönen Erinnerungen antraten.
Wir bedanken uns recht herzlich bei Frau Hübner und Herrn Melcher und allen, die zum Gelingen dieser erlebnisreichen Studienfahrt beigetragen haben.

(Felicia Hauck, TG 12/3)

An der Balthasar-Neumann-Schule wurden Autos zerstört!

An der Balthasar-Neumann-Schule wurden Autos zerstört!

Was in der Realität immer noch eine Straftat ist, trotz der dringend notwendigen Verkehrswende, das ist in der Kunst möglich! In der nicht-öffentlichen Inszenierung von Hermann Hesses „Steppenwolf“ des Karlsruher Ensembles „TheatermobileSpiele“ am 5. April 2022 an der Balthasar-Neumann-Schule, zerstörte der Protagonist zusammen mit seinem Jugendfreund zahlreiche Autos. In der Inszenierung geschah dies in Form eines Videospiels, trotzdem bleibt die Frage: Was soll das? Hier müssen wir etwas ausholen.

Harry Haller, der Protagonist von Hermann Hesses „Steppenwolf“ leidet unter einer gespaltenen Persönlichkeit: einerseits ist er Mensch und will Teil der bürgerlichen Gesellschaft sein, andererseits spürt er in sich etwas, das gegen die bürgerlichen Werte und Regeln rebelliert. Dieses Etwas nennt er „Steppenwolf“. So ist er beispielsweise zu einem Essen bei einem alten Freund eingeladen, den er seit langer Zeit nicht mehr gesehen hat. Als er ein kitschiges Goethe-Bild erblickt und der Freund seine pazifistischen Ansichten abwertet, da meldet sich sein „innerer“ Steppenwolf. Von diesem „angestachelt“ beschimpft und beleidigt er den Freund und verlässt fluchtartig das Haus. Nun melden sich wieder seine bürgerlichen Anteile: Haller ist verzweifelt aufgrund seines erneuten Scheiterns innerhalb der bürgerlichen Sphäre und möchte sich umbringen, findet dann aber unerwartet Hilfe von einer Escort-Dame namens Hermine, die ihn instinktiv versteht und weiß, wie sie mit ihm umzugehen hat. Diese führt ihn zusammen mit weiteren Personen in die Welt der Jazz-Clubs ein, lehrt ihn das Tanzen und seine Geliebte Maria, eine Freundin und Kollegin Hermines, lässt ihn die sexuelle Hingabe spüren. Damit lässt Haller Seiten seiner Persönlichkeit zu, die er unter einer elitär-bürgerlichen Fassade versteckt hat. Hesses Antwort auf diese duale Persönlichkeitsspaltungs seines Protagonisten Haller ist ein souverän-spielerischer Umgang mit seinen verschiedenen Persönlichkeitsfacetten; das Leben soll als Spiel begriffen werden, dabei ist es wichtig, immer mit Humor durch die Welt zu gehen. Dieser Lernprozess ist wird dann das Hauptthema des Romans, der seinen  Abschluss (und Höhepunkt) in Hallers Besuch des „Magischen Theaters“ findet. Hier kann er – enthemmt durch bewusstseinserweiternde Substanzen – einen Schritt weitergehen und eine Entdeckungsreise in sein eigenes Ich unternehmen. Dabei kommen auch widersprüchliche und verdrängte Persönlichkeitsfacetten zum Vorschein. Der offen pazifisch eingestellte Haller findet beispielsweise Spaß daran, zusammen mit seinem Jugendfreund Gustav – eigentlich Theologieprofessor! – Autos zu zerstören und ihre Insassen zu töten.

Das Ensemble von „Theater im Klassenzimmer“ bietet besondere Theatererlebnisse, da man als Zuschauer nicht „out of classroom“ in ein Theatergebäude geht und dort die ganze notwendige Technik verbaut ist… Nein, um 8:00 Uhr, knapp zwei Stunden vor Beginn der Aufführung, kam ein kleiner Transporter mit den Bühnenaufbauten und Requisiten an die Schule und ca. 10 Schülerinnen und Schüler halfen unter Anleitung des Schauspielers und der Theaterpädagogin beim Aufbau mit: schon vor der Aufführung sehr lehrreich und für ein Technisches Gymnasium sehr passend! Auch sonst war es ein ganz besonderes Theaterstück, da nur ein Schauspieler (Julian W. Koenig) sämtliche Rollen – Frauen wie Männer – spielte. Unterstützt von Videoprojektionen spielte dieser quasi mit sich selbst. Dies findet seine Rechtfertigung darin, dass die meisten der anderen Personen auch als Persönlichkeitsabspaltung Hallers begriffen werden können.

Die Aufführung war überraschend kurzweilig und hielt sich doch an den so charakteristischen Aufbau des Romans, der in meinen Augen einige Längen und Redundanzen enthält. Das Skript, das auf Anfrage zugeschickt wird und vorbereitend im Unterricht eingesetzt werden kann, besteht ausschließlich aus Originalzitaten aus dem „Steppenwolf“. Der Schauspieler und die Theaterpädagogin waren in der anschließenden Diskussion sehr um die Rückbindung des Stückes an die Vorlage bemüht. So kann die Aufführung guten Gewissens auch skeptischen Deutschlehrerinnen und –lehrern empfohlen werden, die befürchten, dass künstlerische Umsetzungen von Pflichtlektüren von der eigentlichen literarischen Vorlage nur ablenken und deswegen vor allem kurz vor Klassenarbeiten und Prüfungen abzulehnen sind – das Gegenteil ist hier der Fall.

Für die meisten Schülerinnen und Schüler aus der  1. und 2. Jahrgangsstufe des Technischen Gymnasiums war dies die erste kulturelle Schulveranstaltung seit Beginn der Corona-Pandemie.

(Bernd Grün, BNS1)

Seminarkurse besuchen Experimenta

Seminarkurse besuchen Experimenta

Die Seminarkurse des TG Bruchsal besuchen die experimenta Heilbronn – den größten Science Center Deutschlands

Sage es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten.
Lass es mich tun, und ich werde es können.

Diese Weisheit von Konfuzius war nie aktueller als in der heutigen schnelllebigen digitalen Arbeitswelt. Getreu dem Motto aus dem 4. Jahrhundert vor Chr. besuchten am 01.04.2022 die Schüler/innen der Seminarkurse des TG gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Jung, Frau Hess, Herrn Hoffmann und Herrn Ritter die experimenta in Heilbronn. In ihren Seminarkursen beschäftigen sich die Schüler/innen seit Beginn des Schuljahres u.a. mit folgenden spannenden und hochaktuellen Themen: Energieversorgung der Zukunft, Künstliche Intelligenz, Digitale Arbeitswelten, Mobilität und Klimawandel.

Die experimenta als erlebnisorientierte Bildungseinrichtung versucht mit interdisziplinären Angeboten und einer spezifischen handlungsorientierten Didaktik diese Themen aufzugreifen und die Besucher für Wissenschaft und Technik zu begeistern.

Ein besonderes Erlebnis für alle Lernenden war die Vorführung im Science Dome „Wir sind Sterne“; hier wurden den Schüler/innen die Geheimnisse der kosmischen Chemie und deren explosiver Ursprung erläutert. 

Anschließend entdeckten die Schüler/innen die Ausstellung auf eigene Faust; rund 275 Mitmachstationen in der Ausstellung und eine Sonderausstellung luden getreu dem Motto „Erleben schafft Wissen“ zum Experimentieren ein. Mit vielen neuen und interessanten Eindrücken ging es dann am späten Nachmittag zurück nach Bruchsal. 

(Julia Jung, StR‘in)

eprimo-Geschäftsführer besucht das TG Bruchsal

eprimo-Geschäftsführer besucht das TG Bruchsal

Wie sieht die Energieversorgung der Zukunft aus? – eprimo-Geschäftsführer besucht das Technische Gymnasium Bruchsal

Beim aktuellen Schülerwettbewerb des Handelsblattes „Chef zu gewinnen“ konnte sich die Klasse 12/1 des Technischen Gymnasiums der Balthasar-Neumann Schule 1 Bruchsal durchsetzen und gewann einen Besuch von Jens Michael Peters, CEO von eprimo. Der Ökostromanbieter mit Sitz in Hessen beschäftigt ca. 160 Mitarbeiter und betreut 1,7 Mio. Kunden.

Schulleiter Frank Heusch eröffnete die Veranstaltung, bevor die Diskussionsrunde von Katja Stricker vom Handelsblatt moderiert wurde. In den nächsten 90 Minuten nutzten die Schülerinnen und Schüler ausführlich die Gelegenheit, Herrn Peters aktuelle Fragen zur Energieversorgung aber auch zu möglichen Bewerberverfahren zu stellen. Im Vorfeld hatte sich die Klasse mit ihrer Lehrerin Frau Jung mit den wirtschaftlichen Kosten und der Durchführbarkeit der Energiewende auseinandergesetzt. Vom Ausbau privater Solaranlagen über die Initiative von Energiegenossenschaften bis hin zur aktuellen Ukrainekrise, die Oberstufenschüler traten in einen spannenden Diskurs mit Herrn Peters. Er zeigte die Dringlichkeit der Energiewende auf und motivierte und begeisterte die Schüler, sich weiterhin mit dem Thema Energieversorgung auseinanderzusetzen.  

Abschließend hatte Herr Peters noch ein Erfolgsmotto für die Schülerinnen und Schüler: „Seid CEO eures eigenen Lebens. Macht etwas aus Überzeugung, was euch Freude bereitet und übernehmt Verantwortung. Bewegt etwas!“ Nach diesem aufschlussreichen Vormittag ist die Klasse voller Vorfreude, die Einladung von Herrn Peters zu folgen, das Unternehmen zu besuchen und noch näher kennenzulernen.

Julia Jung, BNS 1

Auf dem Foto: Schülerinnen und Schüler der Klasse 12-1 des Technischen Gymnasium mit Herrn Peters (im grünen Pulli) mit Frau Stricker vom Handelsblatt (Foto: © Jürgen Altmann)
Bier ist nicht zum Trinken da!

Bier ist nicht zum Trinken da!

Bierschaumexperimente und ein neues Unterrichtsfach an der Balthasar-Neumann-Schule 1

Gewerbliches Bildungszentrum, Freitagnachmittag,  Raum 120, 16 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrer. Bierflaschen werden geöffnet, die goldgelbe Flüssigkeit fließt schäumend ins Glas. Was ist da los? Wird hier der „Brusler Dorscht“ während der Schulzeit gelöscht? Nein, die (Reagenz-) Gläser werden nicht geleert, stattdessen werden Stoppuhren, Meterstäbe und Notizzettel gezückt…

Wir wurden soeben Zeugen des „Bierschaumexperiments“, welches dazu dient, in das wissenschaftliche Experimentieren einzuführen. Ausgangspunkt für das Experiment ist die Überprüfung der zahlreichen „volkstümlichen“ Theorien, welche Faktoren das Verschwinden des Schaums beeinflussen, wie etwa:  Schäumt Bier in einem mit Spülmittel gespülten Glas wirklich weniger als einem Glas, das nur mit  Wasser gespült wurde? Mit diesem einfachen Experiment wird die Klasse mit den Projektschritten eines wissenschaftlichen Experiments vertraut gemacht.  Dies soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, im Laufe des neu eingeführten Faches „Naturwissenschaftliches Experimentieren“ (NExt) weitere Experimente in Kleingruppen eigenständig zu planen, durchzuführen und auszuwerten. Die Balthasar-Neumann-Schule 1 ist eine von ca. 80 Schulen in Baden-Württemberg, die ausgewählt wurden, in Form eines Schulversuchs dieses neue Fach für die Eingangsklassen des Technischen Gymnasiums anzubieten. Hiermit soll mit einem hohen „Forschungsanteil“ ausdrücklich die „Studierfähigkeit“ verbessert werden, so ist auch im Bildungsplan davon die Rede, dass die Schülerinnen und Schüler dazu motiviert werden sollen, an Wettbewerben wie „Jugend forscht“ teilzunehmen.

Die Erfahrungen nach den ersten Wochen zeigen, dass das Fach „Naturwissenschaftliches Experimentieren“ gut ankommt. Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen sind tatsächlich zwei Kurse zustande gekommen. Dies liegt zum einen daran, dass der Physik- und Mathelehrer Clemens Hoffmann und der Chemie-Lehrer André Ritter ein attraktives Programm zusammengestellt haben, das den Schülerinnen und Schülern im Sinne des Bildungsplans viel Wahlfreiheit lässt. So stehen zahlreiche Experimentierkästen aus den Bereichen Elektrik, Mechanik und Optik zur Verfügung, es können Experimente mit Photovoltaik-Anlagen und Mikrocontrollern durchgeführt werden. Zum anderen handelt es sich bei „NExt“ um ein Fach, das einen sehr hohen Anteil an selbständiger Schüleraktivität aufweist und damit den aktuellen Forderungen nach einem modernen, nachhaltigen Unterricht sehr weitgehend erfüllt. Nicht viele Fächer an den beruflichen Gymnasien können damit konkurrieren, zumal ein „klassisches Experimentierfach“ wie Physik seit diesem Schuljahr in den Eingangsklassen keinen verbindlichen Laborunterricht mehr vorsieht. Hier füllt „NExt“ eine Lücke und macht zudem den Schülerinnen und Schülern einfach Spaß. Und das ist als Motivationsfaktor nicht zu unterschätzen. So bleibt zu hoffen, das „NExt“ sich im Fächerkanon der beruflichen Gymnasien etablieren wird.

(Bernd Grün, BNS1 Bruchsal)