Seminarkurse besuchen Experimenta

Seminarkurse besuchen Experimenta

Die Seminarkurse des TG Bruchsal besuchen die experimenta Heilbronn – den größten Science Center Deutschlands

Sage es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten.
Lass es mich tun, und ich werde es können.

Diese Weisheit von Konfuzius war nie aktueller als in der heutigen schnelllebigen digitalen Arbeitswelt. Getreu dem Motto aus dem 4. Jahrhundert vor Chr. besuchten am 01.04.2022 die Schüler/innen der Seminarkurse des TG gemeinsam mit ihren Lehrkräften Frau Jung, Frau Hess, Herrn Hoffmann und Herrn Ritter die experimenta in Heilbronn. In ihren Seminarkursen beschäftigen sich die Schüler/innen seit Beginn des Schuljahres u.a. mit folgenden spannenden und hochaktuellen Themen: Energieversorgung der Zukunft, Künstliche Intelligenz, Digitale Arbeitswelten, Mobilität und Klimawandel.

Die experimenta als erlebnisorientierte Bildungseinrichtung versucht mit interdisziplinären Angeboten und einer spezifischen handlungsorientierten Didaktik diese Themen aufzugreifen und die Besucher für Wissenschaft und Technik zu begeistern.

Ein besonderes Erlebnis für alle Lernenden war die Vorführung im Science Dome „Wir sind Sterne“; hier wurden den Schüler/innen die Geheimnisse der kosmischen Chemie und deren explosiver Ursprung erläutert. 

Anschließend entdeckten die Schüler/innen die Ausstellung auf eigene Faust; rund 275 Mitmachstationen in der Ausstellung und eine Sonderausstellung luden getreu dem Motto „Erleben schafft Wissen“ zum Experimentieren ein. Mit vielen neuen und interessanten Eindrücken ging es dann am späten Nachmittag zurück nach Bruchsal. 

(Julia Jung, StR‘in)

Sto-Stiftung 2022 – Ich bin ein Gewinner!

Sto-Stiftung 2022 – Ich bin ein Gewinner!

Beim Bestenwettbewerb der Sto-Stiftung 2022 war ich einer der Gewinner.

Mein Name ist Dionysos Papadopoulus und ich bin 21 Jahre, komme aus Bruchsal und bin Azubi im 3. Jahr im Beruf des  Maler und Lackierers. Diesen Sommer 2022 schließe ich die 3-jährige Ausbildung ab. Zuerst die Berufsschulabschlussprüfung im Mai an der
Balthasar-Neumann-Schule 1, in Bruchsal, und danach die Gesellenprüfung im Juli/August über die Innung der Handwerkskammer Karlsruhe.

Mit meinem guten Zeugnis im zweiten Ausbildungsjahr, für das ich ein Lob der Schule bekam, nahm ich an der Auslosung teil und wurde von der Sto-Stiftung mit diesem tollen Preis überrascht. Ich bekam eine mega coole Werkzeugkiste der Profi-Marke Storch und ein super schnelles Tablett, das ich für die Prüfungsvorbereitung nehmen werde.

Vor diesen Prüfungen habe ich keine großen Bedenken, denn ich fühle mich seit Beginn der Ausbildung sowohl in der Berufsschule, als auch in meinem Betrieb ziemlich gut auf die Anforderungen der Ausbildung vorbereitet. Meine Klassenlehrerin und Theorielehrerin Frau Obermeier macht nicht nur einen kurzweiligen und gut vorbereiteten Unterricht, sondern schafft auch eine kollegiale Atmosphäre in der Klasse, in der man ernst genommen wird und sich jederzeit angenommen fühlt. Herr Gerweck, mein Werkstattlehrer macht einen sehr praxisnahen Unterricht, jeweils garniert mit ein wenig künstlerischem Anspruch, das macht viel Spaß beim Abarbeiten der Projekte.

Mein Weg zum Handwerk führte um fünf Ecken.

Auch ich dachte, dass ich erstmal höhere Schulabschlüsse sammeln sollte, um einen komfortablen Berufsstart zu erhalten. Nach der Werkrealschule habe ich auf einer sozialwissenschaftlichen Berufsfachschule den Realschulabschluss erworben. Danach startete ich einen Versuch an einem  sozialwissenschaftlichen Beruflichen Gymnasium, den ich nach 6 Monaten abbrach.

Erst jetzt setzte ich mich mit dem Angebot einer dualen Berufsausbildung auseinander.

Handwerk hat goldenen Boden, das weiß ich jetzt, nachdem ich diesen Schritt gemacht habe. Ich bereue nichts und bin abends stolz und zufrieden, wenn ich mein Tageswerk auf der Baustelle nochmals überdenke. Der Weg in das Handwerk, statt in eine hoch theoretischen akademischen Laufbahn, war genau das richtige für mich.

Mein dualer Betrieb „Schneider&Lehmann“ ist ein eher kleiner Ausbildungsbetrieb mit insgesamt 3 Mitarbeitern und 2 Azubis. Entsprechend habe ich unterschiedliche Arbeitseinsätze und werde überall gebraucht. Wir sind eher im Innenausbau und im Neubaubereich Wohnungsbau tätig.

Und gerade der Innenausbau ist auch mein großes Interessensgebiet, denn in diesem Bereich kann ich mir den Schwerpunkt meiner weiteren Berufstätigkeit vorstellen.

Da meine zweite Leidenschaft neben dem Handwerk auch das Musik machen, das Aufnehmen und Abmischen von Musik ist, tüftle ich in meinem Proberaum, einem Gewölbekeller, stets nach dem Optimum an Akustik. Da ich der Musikrichtung Heavy Metall verfallen bin und seit Jahren Schlagzeug spiele, ist Schallschutz natürlich ein Thema für mich. Und in diesem Tätigkeitsfeld Innenausbau mit Schwerpunkt Akustik kann ich mir bestens vorstellen, als selbstständiger Handwerker tätig zu werden.

Mit meinen erlernten handwerklichen Fähigkeiten werde ich von meinem Freundeskreis gern als Bau-Fachmann zu Rate gezogen, was meinem Selbstwertgefühl gut tut.

Und in dem griechischen Restaurant meines Vaters kann ich mich im Thema Innendekoration und Renovierung stets mit eigenen Ideen austoben.

Mein Berufsleben ist erfüllt und abwechslungsreich und oft mit Kundenkontakt. Auch die frische Luft auf der Baustelle ist nach meinem Geschmack.
Ich kann jedem jungen Menschen, ob weiblich oder männlich nur empfehlen, sich mit den Möglichkeiten einer handwerklichen Ausbildung und den sich bietenden Karrieremöglichkeiten inklusive Selbstständigkeit zu befassen.

Dieser Weg war genau das Richtige für mich und kann es auch für Dich sein!

(Om)                                                                                                                                       

eprimo-Geschäftsführer besucht das TG Bruchsal

eprimo-Geschäftsführer besucht das TG Bruchsal

Wie sieht die Energieversorgung der Zukunft aus? – eprimo-Geschäftsführer besucht das Technische Gymnasium Bruchsal

Beim aktuellen Schülerwettbewerb des Handelsblattes „Chef zu gewinnen“ konnte sich die Klasse 12/1 des Technischen Gymnasiums der Balthasar-Neumann Schule 1 Bruchsal durchsetzen und gewann einen Besuch von Jens Michael Peters, CEO von eprimo. Der Ökostromanbieter mit Sitz in Hessen beschäftigt ca. 160 Mitarbeiter und betreut 1,7 Mio. Kunden.

Schulleiter Frank Heusch eröffnete die Veranstaltung, bevor die Diskussionsrunde von Katja Stricker vom Handelsblatt moderiert wurde. In den nächsten 90 Minuten nutzten die Schülerinnen und Schüler ausführlich die Gelegenheit, Herrn Peters aktuelle Fragen zur Energieversorgung aber auch zu möglichen Bewerberverfahren zu stellen. Im Vorfeld hatte sich die Klasse mit ihrer Lehrerin Frau Jung mit den wirtschaftlichen Kosten und der Durchführbarkeit der Energiewende auseinandergesetzt. Vom Ausbau privater Solaranlagen über die Initiative von Energiegenossenschaften bis hin zur aktuellen Ukrainekrise, die Oberstufenschüler traten in einen spannenden Diskurs mit Herrn Peters. Er zeigte die Dringlichkeit der Energiewende auf und motivierte und begeisterte die Schüler, sich weiterhin mit dem Thema Energieversorgung auseinanderzusetzen.  

Abschließend hatte Herr Peters noch ein Erfolgsmotto für die Schülerinnen und Schüler: „Seid CEO eures eigenen Lebens. Macht etwas aus Überzeugung, was euch Freude bereitet und übernehmt Verantwortung. Bewegt etwas!“ Nach diesem aufschlussreichen Vormittag ist die Klasse voller Vorfreude, die Einladung von Herrn Peters zu folgen, das Unternehmen zu besuchen und noch näher kennenzulernen.

Julia Jung, BNS 1

Auf dem Foto: Schülerinnen und Schüler der Klasse 12-1 des Technischen Gymnasium mit Herrn Peters (im grünen Pulli) mit Frau Stricker vom Handelsblatt (Foto: © Jürgen Altmann)
Planspiel Börse – Die gewerbliche BNS1 hat die Nase vorn!

Planspiel Börse – Die gewerbliche BNS1 hat die Nase vorn!

Mit dem 1983 ins Leben gerufenen „Planspiel Börse“, das mittlerweile auch in Italien, Frankreich und Schweden mit insgesamt 35.000 Teams und 95.000 Teilnehmern veranstaltet wird, beabsichtigen die Sparkassen, die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Aktien vertraut zu machen.

Jedes Team (in der Regel zwei bis vier Personen) erhält nach kurzer Einführung durch die Lehrkraft die fiktive Summe von 50.000 Euro und kann dann selbstständig über vier Monate Aktien zu tagesaktuellen (realen) Kurswerten kaufen und verkaufen. So lernt man, wie die Börse funktioniert, was die Aktienkurse beeinflusst und wie sich das auf den Wert der Aktienwerte auswirkt. Auf diese Weise mussten die Wirtschaftsnachrichten, die Quartalsergebnisse der Unternehmen zur Kenntnis genommen und die Zinsänderungserwartungen (Federal Reserve) genau analysiert werden. Aber auch rein politische Ereignisse können sich massiv auf die Kurse auswirken, wie die Teams anhand der im Januar sich bereits abzeichnenden Ukraine-Krise (die sich inzwischen zu einem Krieg entwickelt hat) feststellen konnten.

Die Balthasar-Neumann-Schule 1 nimmt schon seit vielen Jahren erfolgreich am Planspiel Börse teil. Im Jahr 2021/2022 konnten sich zwei Teams der Schule auf den vordersten Plätzen platzieren. Toni Muhja und Samuel Biermann (TG 12/1), betreut durch BWL-Lehrerin Julia Jung gewann das „Planspiel Börse“ im Bereich der Sparkasse Kraichgau und Fabian Kelemen, Ric Oerterer und Marcel Geißler (BK Informations- und Kommunikationstechnik, 2. Jahr), betreut durch BWL-Lehrer Florian Melcher erreichte den 3. Platz. Das Siegerteam setzte sich immerhin gegen 58 Teams aus 9 Schulen durch. Das siegreiche Team konnte sein Kapital um immerhin ca. 3.000 Euro vermehren.

Kurz vor den Faschingsferien wurden die Urkunden von Schulleiter Frank Heusch und Florian Melcher überreicht. Hr. Heusch, selbst Wirtschaftskundelehrer und ausgebildeter Bankkaufmann, wies darauf hin, dass die Balthasar-Neumann-Schule 1 als gewerbliche Schule selbst zahlreiche kaufmännische Schulen hinter sich gelassen habe. Er berichtete von eigenen Erfahrungen im Bereich des Börsenhandels und betonte, dass heutzutage aufgrund der schon viele Jahre andauernden Niedrigzinsphase Aktien und Fonds die beste Möglichkeit seien, das Geld mit einer nennenswerten Rendite zu vermehren.

Die siegreichen Teams erhielten 200 bzw. 100 Euro und versprachen eine sinnvolle Verwendung des Preisgeldes. Wie viele Aktien könnte man sich beispielsweise davon kaufen?

(Bernd Grün, BNS1)

Auf dem Foto v.l.n.r. OStD Herr Heusch, Toni Muhja, Elias Ritter, Marcel Geißler, Anton Volkov, Fabian Kelemen, Herr StR Melcher (fehlend Samuel Biermann, Ric Oerterer)
Imagefilm

Imagefilm

Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Interessierte an der BNS 1,


nach anderthalb Jahren Drehzeit und vielen Unterbrechungen durch pandemisch bedingte Einschränkungen ist es endlich soweit. Unser neuer Imagefilm ist fertig und kann hier angeschaut werden.

Wir bedanken uns bei der Filmstudentin Frau Wiebke Stak für den tollen Film und wünschen Ihnen nun viel Spaß beim Anschauen.


Viele Grüße aus der Bruchsaler Südstadt
Frank Heusch, Schulleiter
Handwerk 4.0 – Start in die Unterrichtspraxis mit gewerkeübergreifenden Projekttagen

Handwerk 4.0 – Start in die Unterrichtspraxis mit gewerkeübergreifenden Projekttagen

Als Dualpartner des regionalen Handwerks bietet die Balthasar-Neumann-Schule 1 eine zeitgemäße Ausbildung. Begriffe wie Künstliche Intelligenz (KI) sowie Smart Home sind aus der modernen Gebäudesystemtechnik kaum noch wegzudenken – sowohl im Sanitär-/Heizungshandwerk (SHK) als auch im Elektrohandwerk. Ständig am Zahn der Zeit zu bleiben ist das große Ziel beider Abteilungen in beiden Berufsfeldern.

Startschuss für eine tiefgehende gewerkeübergreifende Zusammenarbeit im Unterricht war der 02.02.2022. Beginnend mit der Teamfindung gehörte zu den Tagesaufgaben das Projekt „Thermische Solaranlage“ – Informationen zum Thema sammeln und Skizzen erstellen: Mit Datenblättern und Planungshandbüchern selbstständig arbeiten und Informationen im Team klären, den Unterschied kennenlernen zwischen Trinkwassererwärmung mit Solar und ohne Solarunterstützung. In der Praxis durften die Schüler dann an ihren Anlagen verschiedene Druckverhältnisse messen und digital dokumentieren.  Am 2. Projekttag wurde die APP CRAFTNOTE eingeführt. Craftnote ist eine App basierte Software, welche es ermöglicht eine digitale Bauakte zu erstellen – eine moderne Handwerkersoftware. Diese ermöglicht eine bessere Abstimmung zwischen Büro und Baustelle, Serviceberichte können digital erfasst und übermittelt werden. Ziel der Appnutzung ist es, den Schülerinnen und Schülern die gewerkeübergreifende (digitale) Zusammenarbeit im modernen Handwerk unter dem Stichwort Handwerk 4.0 näherzubringen. Gegenseitige Abstimmungsprozesse auf großen und auch kleineren „Baustellen“ können somit wesentlich effizienter gestaltet werden.

Die Projekttage wurden von Schulleiter Herr OStD Frank Heusch initiiert und federführend von Herrn TOL Viktor Kauz geplant und durchgeführt. Unterstützt wurde er von Herrn TOL Thomas Mitzel und den Kollegen Ludger Feuerstein, Jan Eißner und Dr. Gerold Halmer.

Was am 02.02.22 begonnen hat, wird am 22.02.22 mit Teil zwei der Projekttage fortgesetzt. Am Ende steht eine funktionstüchtige Anlage, die modernste Prozesse im Bereich Smart Home abbildet. Die BNS 1 setzt hierbei in der Region Karlsruhe Standards in der Ausbildung in den Berufsfeldern Elektro- und SHK-Installationen.

Die neue Abkantpresse – Ausbildung auf höchstem technischem Niveau

Die neue Abkantpresse – Ausbildung auf höchstem technischem Niveau

Seit dem Schuljahr 2021/22 gehört zum ohnehin schon umfangreichen Maschinenpark der BNS 1 auch eine CNC-Abkantpresse, die zur Metallbearbeitung von dicken und dünnen Blechen eingesetzt wird und höchsten professionellen Ansprüchen gerecht wird. Die Anschaffung stellt einen weiteren Meilenstein für eine Ausbildung auf höchstem technischem Niveau dar, der sich die BNS 1 verschrieben hat.

Abkantpresse Bystronic Xpert 100

Von der Anschaffung profitieren insbesondere Auszubildende und Schüler des Fachbereichs Metalltechnik, denn ab sofort sind sie in der Lage, moderne Biege-Fertigungsprozesse vollständig abzubilden.

Da an der BNS 1 viel Wert auf eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis gelegt wird, steht nicht nur die Einweisung in die Bedienung der Maschine an. In einem für 2022 geplanten fächer- und klassenübergreifendem Projekt sollen für die schuleigene DVS-Schweißkursstätte 24 Schweißtische gefertigt werden. In praxisorientiertem Unterricht werden die Auszubildenden des Metallbaus den gesamten Herstellungsprozess von der Konstruktion und der Erstellung von technischen Zeichnungen mit CAD über die Arbeitsvorbereitung bis hin zur Digitalisierung und Fertigung abbilden. Dabei werden die Auszubildenden aller Ausbildungsjahre in Abhängigkeit der jeweiligen Lehrplanvorgaben einbezogen. Denn neben dem Abkanten kommen alle ausbildungsrelevanten Fertigungsverfahren wie Wasserstrahlschneiden, Schweißen, Bohren, Schleifen etc. zum Einsatz. Die Endlackierung soll dann mit Unterstützung der Farbabteilung in der schuleigenen Lackierkabine erfolgen.

Prototyp der geplanten Schweißtische

Diese projektbezogene fächer- und klassenübergreifende Aufgabenstellung bereitet die Auszubildenden in besonderem Maße auf ihre berufliche Praxis vor. Zum einen werden sie interessant für Betriebe, die professionelle Abkantpressen einsetzen. Denn Mitarbeiter, die in ihrer Ausbildung bereits Erfahrung mit einer solchen Maschine gesammelt haben, sind in der beruflichen Praxis bereits nach kurzer Einarbeitung in der Lage, eine so komplexe Maschine zu bedienen und werden händeringend gesucht. Zum anderen gewinnen sie durch die Integration der unterschiedlichen Fachinhalte bereits ab dem ersten Ausbildungsjahr einen Einblick in die Zusammenhänge und Anwendungsbereiche verschiedener Technologien.

Ein besonderer Dank gilt auch den im Landkreis Karlsruhe beteiligten Institutionen, ohne deren Unterstützung diese 100.000 € teure Anschaffung nicht möglich gewesen wäre. Hier zeigt sich, dass es sich bei der Aussage, für eine gute Ausstattung der technischen Schulen des Landkreises zu sorgen, nicht nur um ein Lippenbekenntnis handelt, sondern auch mit konkreten Investitionen unterstützt wird.

40-jähriges Dienstjubiläum an der BNS 1

40-jähriges Dienstjubiläum an der BNS 1

Am 09.01.2022 feierte der Abteilungsleiter des Technischen Gymnasiums an der Balthasar-Neumann-Schule 1 Herr Studiendirektor Jürgen Karcher ein nicht alltägliches Dienstjubiläum. Herr Karcher ist seit 40 Jahren im Dienst des Landes Baden-Württemberg.

Nach seinem Lehramtsstudium der Mathematik und Physik (1979 bis 1985) sowie abgeleistetem Grundwehrdienst absolvierte Herr Karcher sein Referendariat für das höhere Lehramt an Gymnasien. Nach einigen Jahren an der Gewerbeschule Lörrach wurde Herr Karcher wohnortnah in den Regierungsbezirk Karlsruhe versetzt. Seit 1991, also nun schon seit 31 Jahren unterrichtet er an der Balthasar-Neumann-Schule 1 die Fächer Physik und Mathematik. Im Jahre 1996 wurde Herr Karcher zum Oberstudienrat ernannt. Seit 2000 leitet er die Abteilung Technisches Gymnasium an der Balthasar-Neumann-Schule 1. Herr Karcher wurde 2001 zum Studiendirektor ernannt. Nunmehr 21 Abiturjahrgänge „gingen durch die Hände“ ihres Abteilungsleiters. Er ist an der Schule sowohl bei den Kolleginnen und Kollegen als auch bei den Schülerinnen und Schülern als akribischer Arbeiter und zuverlässiger Ansprechpartner geschätzt. Für nunmehr 3 Schulleiter war und ist Herr Karcher ein hochkompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Belange des TG geht. Es gibt wenig was Herr Karcher in seiner langen erfolgreichen Dienstzeit als Lehrer und Abteilungsleiter nicht „erlebt“ hat. Laut eigener Aussage hätte es nicht noch die Herausforderungen der Coronapandemie gebraucht.

Das Schulleitungsteam sowie die ganze Schulgemeinschaft gratulieren ihrem Abteilungsleiter zum besonderen Jubiläum.

Verabschiedung Berufschüler*innen

Verabschiedung Berufschüler*innen

Am 20. Dezember 2021 wurden die Auszubildenden der nachfolgenden Abteilungen nach erfolgreicher Berufsschulabschlussprüfung aus der Berufsschule entlassen.

Abteilung Elektro- und Informationstechnik

Insgesamt haben 64 Auszubildende die Berufsschulabschlussprüfung erfolgreich bestanden. Die Berufe gliedern sich auf in „Elektroniker für Automatisierungstechnik“, „Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik“, „Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme“, „Elektroniker für Geräte- und Systeme“ sowie „Mechatroniker“. Folgende Schüler wurden für besondere Leistungen geehrt:

Preis:

Marek Finken – Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik

Aaron Großkopf – Elektroniker für Automatisierungstechnik

Arthur Krause genannt Barmann – Elektroniker für Geräte und Systeme

Sebastian Weiler – Elektroniker für Geräte und Systeme

Lob:

Alldinger Finn – Elektroniker für Automatisierungstechnik

Mika Häuser – Elektroniker für Automatisierungstechnik

Toni Kipcic-Suta – Elektroniker für Geräte und Systeme

Im Juli 2021 haben bereits 8 Auszubildende aus diesem Jahrgang die vorgezogene Berufsschulabschlussprüfung erfolgreich bestanden. Davon wurden 5 Auszubildende mit Preis bzw. Lob geehrt.

Abteilung Installations- und Metallbautechnik

Insgesamt haben 38 Auszubildende die Berufsschulabschlussprüfung bestanden. Die Berufe gliedern sich auf in „Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“ sowie „Metallbauer – Konstruktionstechnik“. Folgende Schüler wurden für besondere Leistungen geehrt:

Lob:

Patrick Fuhrmann – Metallbauer – Konstruktionstechnik

Raffael Oberst – Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Preis:

Gedeon Köhler – Metallbauer – Konstruktionstechnik

Jonathan Tebbe – Metallbauer – Konstruktionstechnik

Im Juli 2021 hat bereits ein Auszubildende aus diesem Jahrgang die vorgezogene Berufsschulabschlussprüfung erfolgreich bestanden und wurde mit einem Lob geehrt.

Zusatzprogramm Fachhochschulreife:

Insgesamt haben 12 Absolventinnen und Absolventen während ihrer Berufsausbildung das Zusatzprogramm der Fachhochschulreife besucht und die Fachhochschulreife bestanden. Es gab zwei Belobigungen.

Drei Absolventinnen und Absolventen haben mit einer dreijährigen Ausbildung das Fachhochschulreife-Zeugnis schon im Juli 2020 erhalten.

Die Schulleitung wünscht allen Absolventen einen guten Start ins Berufsleben und viel Erfolg für Ihren beruflichen Werdegang.

Bier ist nicht zum Trinken da!

Bier ist nicht zum Trinken da!

Bierschaumexperimente und ein neues Unterrichtsfach an der Balthasar-Neumann-Schule 1

Gewerbliches Bildungszentrum, Freitagnachmittag,  Raum 120, 16 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrer. Bierflaschen werden geöffnet, die goldgelbe Flüssigkeit fließt schäumend ins Glas. Was ist da los? Wird hier der „Brusler Dorscht“ während der Schulzeit gelöscht? Nein, die (Reagenz-) Gläser werden nicht geleert, stattdessen werden Stoppuhren, Meterstäbe und Notizzettel gezückt…

Wir wurden soeben Zeugen des „Bierschaumexperiments“, welches dazu dient, in das wissenschaftliche Experimentieren einzuführen. Ausgangspunkt für das Experiment ist die Überprüfung der zahlreichen „volkstümlichen“ Theorien, welche Faktoren das Verschwinden des Schaums beeinflussen, wie etwa:  Schäumt Bier in einem mit Spülmittel gespülten Glas wirklich weniger als einem Glas, das nur mit  Wasser gespült wurde? Mit diesem einfachen Experiment wird die Klasse mit den Projektschritten eines wissenschaftlichen Experiments vertraut gemacht.  Dies soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, im Laufe des neu eingeführten Faches „Naturwissenschaftliches Experimentieren“ (NExt) weitere Experimente in Kleingruppen eigenständig zu planen, durchzuführen und auszuwerten. Die Balthasar-Neumann-Schule 1 ist eine von ca. 80 Schulen in Baden-Württemberg, die ausgewählt wurden, in Form eines Schulversuchs dieses neue Fach für die Eingangsklassen des Technischen Gymnasiums anzubieten. Hiermit soll mit einem hohen „Forschungsanteil“ ausdrücklich die „Studierfähigkeit“ verbessert werden, so ist auch im Bildungsplan davon die Rede, dass die Schülerinnen und Schüler dazu motiviert werden sollen, an Wettbewerben wie „Jugend forscht“ teilzunehmen.

Die Erfahrungen nach den ersten Wochen zeigen, dass das Fach „Naturwissenschaftliches Experimentieren“ gut ankommt. Aufgrund der zahlreichen Anmeldungen sind tatsächlich zwei Kurse zustande gekommen. Dies liegt zum einen daran, dass der Physik- und Mathelehrer Clemens Hoffmann und der Chemie-Lehrer André Ritter ein attraktives Programm zusammengestellt haben, das den Schülerinnen und Schülern im Sinne des Bildungsplans viel Wahlfreiheit lässt. So stehen zahlreiche Experimentierkästen aus den Bereichen Elektrik, Mechanik und Optik zur Verfügung, es können Experimente mit Photovoltaik-Anlagen und Mikrocontrollern durchgeführt werden. Zum anderen handelt es sich bei „NExt“ um ein Fach, das einen sehr hohen Anteil an selbständiger Schüleraktivität aufweist und damit den aktuellen Forderungen nach einem modernen, nachhaltigen Unterricht sehr weitgehend erfüllt. Nicht viele Fächer an den beruflichen Gymnasien können damit konkurrieren, zumal ein „klassisches Experimentierfach“ wie Physik seit diesem Schuljahr in den Eingangsklassen keinen verbindlichen Laborunterricht mehr vorsieht. Hier füllt „NExt“ eine Lücke und macht zudem den Schülerinnen und Schülern einfach Spaß. Und das ist als Motivationsfaktor nicht zu unterschätzen. So bleibt zu hoffen, das „NExt“ sich im Fächerkanon der beruflichen Gymnasien etablieren wird.

(Bernd Grün, BNS1 Bruchsal)