„Entdecke Deinen Beruf“ – Berufsorientierung an der BNS 1

Es ist sehr wichtig, dass man sich frühzeitig orientiert, welche berufliche Richtung man nach der Schule einschlagen möchte. Durch Informationen aus erster Hand oder das Ableisten von Praktika kann man sich so manchen Irrweg ersparen. In den letzten Jahren waren die von der IHK Karlsruhe veranstalteten „Tage der Berufsorientierung“ dabei äußerst hilfreich. Seit diesem Jahr ist die IHK nun mit einem neuen Namen – „Entdecke Deinen Beruf“ – und einem veränderten Format unterwegs. So wird das Angebot nicht mehr auf eine bestimmte Schule zugeschnitten, sondern es werden Schulen ausgewählt,  die dann von Schülerinnen und Schülern der Umgebung besucht werden. Die Balthasar-Neumann-Schule 1 (BNS 1) bietet sich hierfür an: zentral gelegen, mit eigenem Stadtbahnanschluss ausgestattet und mit der nötigen Raumkapazität, da spätestens Anfang Juli zahlreiche Abschlussklassen bereits ihre Zeugnisse erhalten haben. Ein weiteres Plus ist sind die Vielzahl der Ausbildungsberufe (Heizung, Mechatroniker, Schreiner, Maler, Lackierer, Metallbauer und Augenoptiker), die von den technischen Lehrern an diesem Tag den Klassen vorgestellt wurden –zusätzlich zu den von der IHK präsentierten Firmen. Zudem besteht für diejenigen, die einen mittleren Bildungsabschluss erworben haben, die Möglichkeit, am Technischen Gymnasium (TG) die allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Und dass man hier auf dem neuesten Stand der Technik ist, bewies der zu Demonstrationszwecken aufgebaute 3-D-Drucker, der künftig im Profil „Gestaltung und Medientechnik“ kommen wird.
Ein großer Vorteil dieses neuen Formats ist, dass die rund 300 Schülerinnen und Schüler eine größere Auswahl an Arbeitgebern zu Auswahl stand, von denen jede/r vier auswählen konnte. So stellten sich in 20-minütigen Vorstellungsrunden 12 potentielle Arbeitgeber vor:  die Polizei, die Caritas, das Hotel/Restaurant Scheffelhöhe, das Autohaus S&G, die RKH Kliniken, die SEW, das KIT (Karlsruher Institut für Technologie), die Krankenkasse Barmer, die Personalvermittler Select, die Fensterbaufirma Leicht, der Malerbetrieb Heinrich Schmid und Blanc und Fischer (u.a.:  die Haushaltsgeräte- und Küchenherstellen EGO und Blanco).
Die Vertreter ihrer Firmen hatten sich um eine praxisorientierte Vorstellung ihrer Ausbildungsberufe und Studiengänge bemüht und jeweils Azubis oder dualen Studierende mitgebracht. So hatte das KIT zahlreiche Modelle mitgebracht, die für verschiedene wissenschaftliche Projekte entwickelt wurden. Außerdem konnte jeder einen Kreisel aus verschiedenen Metallteilen nach Bauanleitung selbst zusammenbauen. Bei der SEW wurde anhand von Originalbauteilen die Funktionsweise des Elektromotors erklärt. Das Autohaus S&G führte die elektronischen Diagnosemöglichkeiten vor  – so wurde für jeden unmittelbar einsichtig, warum es schon seit über 15 Jahren nicht mehr KFZ-Mechaniker heißt, sondern –Mechatroniker. Bei der Polizei bestand die Gelegenheit, die „volle Montur“ einen Einsatzes bei Gefährdungslage einmal selbst anzuprobieren.
Für einen lockeren Einstieg in den Tag sorgte Comedian Osman Citir, der trotz inzwischen ergrautem Haar keine Probleme hatte, einen Draht zu den Schülerinnen und Schülern zu finden. In den knapp 30 min gelang es ihm auch, die eine oder andere Botschaft an die Jugendlichen zu bringen.
Der Berufsorientierungstag wurde allgemein sehr positiv bewertet, die Ausbildungsbetriebe erreichten an einem Tag sehr viel mehr Schüler als zuvor und für die BNS 1 war es eine gute Gelegenheit, sich einer großen Zahl von Schülern vorzustellen.

Bernd Grün, Balthasar-Neumann-Schule 1; Juli 2019

 

Comedy und Berufsorientierung an der Balthasar-Neumann-Schule 1

Jeder kennt es aus der eigenen Schulzeit: Nach der Notenabgabe zwei Wochen vor den Sommerferien geht unterrichtsmäßig kaum noch was. Am Technischen Gymnasium der Balthasar-Neumann-Schule 1 in Bruchsal (BNS 1) wurde daher für die 11. und  12. Klassen eine Vielzahl von berufsorientierenden Veranstaltungen angeboten.
Am vorletzten Schultag erhielten die 12. Klassen gleich zwei berufsorientierende Veranstaltungen: Zuerst informierte der Leiter des Karriereberatungsbüros der Bundeswehr in Karlsruhe, Hauptmann Sohn, über die aktuellen Aufgaben der Bundeswehr und über die Möglichkeiten, die sich Abiturienten im Bereich Studium und Ausbildung bieten. Er berichtete auch sehr anschaulich über seinen eigenen Werdegang und vermied dabei jegliche Romantisierung des Soldatenberufs. Danach erläuterte Ulrich Grünhaupt, Professor für Elektro- und Informationstechnik an der Karlsruher Hochschule für Technik und Wirtschaft, sehr detailliert die Studienmöglichkeiten an seiner  und an den anderen Hochschulen in Karlsruhe und erläuterte die Unterschiede zwischen einer Dualen Hochschule, einer Fachhochschule (auch genannt: „Universität der angewandten Wissenschaften“) und einer Universität. Bereits am Tag zuvor hatten die Zwölftklässler  Informationen über das FSJ und Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in kirchlicher Trägerschaft erhalten, wobei neben den im engeren Sinne kirchlichen Tätigkeiten (PfarrerIn, DiakonIn) auch der Bereich der Pflege und Kinderbetreuung und – erziehung thematisiert wurde.
Die 11. Klassen hatten in der vorletzten Schulwoche einen ganzen Vormittag für die Berufsorientierung eingeräumt bekommen. In enger Zusammenarbeit mit der IHK hat Oberstufenberater Walter Kastner ein eindrucksvolles Paket geschnürt: Es begann mit dem bekannten Comedian Osman Citir, dem mit seinem Programm „Comedy macht Schule“ der Spagat zwischen Blödelei und ernsthaftem Anliegen erstaunlich gut gelang. Durch Einbeziehung persönlicher einschneidender Erlebnisse zog er die Schülerinnen und Schüler in seinen Bann – und seine motivierende Botschaft „Lebt Euren Traum und nicht den der anderen“ kam an. Nach der eineinhalbstündigen Show stellten sich vier Firmen der Region vor: die SEW aus Bruchsal, E.G.O. aus Oberderdingen, die BOA aus Stutensee und das badische Druckhaus aus Baden-Baden. Da die Firmen jeweils auch Personen mitgebracht hatten, die sich derzeit in Ausbildung oder im dualen Studium befinden, waren die Vorstellungen sehr anschaulich und schülernah. Der daran anschließende Workshop bei der erfahrenen Personalerin Britta Heneka war im Hinblick auf künftige Vorstellungsgespräche sehr lehrreich; Heneka ging auf das äußere Erscheinungsbild, das korrekte Verhalten im Berufsleben und die Körpersprache ein. Der Vormittag war für die Schülerinnen und Schüler anstrengend, eine Vielzahl von Informationen wurde ihnen vermittelt, aber an den Fragen merkte man, dass sich viele Elfklässler schon ernsthaft Gedanken machen, wie es nach der Schule weitergehen kann – und für diese war der Tag genau richtig. Und die anderen haben vielleicht erste Anregungen bekommen. Dass solche Tage nachhaltig sein können, zeigte sich am Stand der E.G.O., die sich bereits schon in den vergangenen Jahren an der BNS 1 vorgestellt hatte: Ein letztjähriger Abiturient der Balthasar-Neumann-Schule 1 absolviert inzwischen dort ein duales Studium und war als „Botschafter“ an seine Schule zurückgekehrt!
(Bernd Grün, August 2018, BNS 1)

 

Stand: 16.10.2019

 

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