„ArABIen – wie geschafft ist schleierhaft“

So lautete das diesjährige Motto der Abiturienten des Technischen Gymnasiums der Balthasar-Neumann-Schule 1 (BNS 1) in Bruchsal. Ob es passend ausgewählt wurde? Natürlich gab es auch dieses Jahr Kandidaten an der Balthasar-Neumann-Schule 1 in Bruchsal, die bis zuletzt – bis zu den mündlichen Prüfungen am 2. und 3. Juli – um ihre Mindestpunktzahl im Abiblock und damit um ihr Abi bangen mussten. Aber im Großen und Ganzen waren die 72 Abiturientinnen und Abiturienten (56 männlich, 16 weiblich) mit einem Gesamtschnitt von 2,4 in etwa im Landesdurchschnitt, 16 davon mit einem Schnitt von 2,0 und besser. Aber neben den Noten zählt ja auch das, was sonst zuwege gebracht wird, und auch da muss sich der diesjährige Jahrgang keineswegs verstecken. Nicht in jedem Jahr kann man eine Abizeitung in Händen halten, die den Namen verdient: Sie beginnt mit einem literarisch anspruchsvollen Einstiegstext und enthält zahlreiche Kursberichte, Schüler- und Lehrerbeschreibungen, die in vielen Fällen tatsächlich den Personen gerecht werden. Auch der Abiball erschöpfte sich nicht – wie oft passiert – in Reden, Zeugnis- und Preisverleihungen und der Übergabe von Lehrergeschenken. Was den Schülerinnen und Schülern in kurzer Zeit und mit einem überschaubaren Organisationsteam gelang, ist erstaunlich: Zahlreiche unterhaltsame  Programmpunkte ergaben eine unterhaltsamen Abend in der glamourös dekorierten Aula.
Nun aber erst einmal zu den Preisen – bis zu einem Schnitt von 1,4 wurde ein Preis für die „besten Leistungen beim Abitur“ vergeben. Das beste Abitur (1,2) erzielte Jonas Haas, der auch für herausragende Leistungen in Informationstechnik und Physik ausgezeichnet wurde. Das zweibesten Abitur mit 1,3 hat Jan Schweibold abgelegt, der zudem den SAP-Preis für Informationstechnik überreicht bekam. Es folgen vier weitere Schülerinnen und Schüler, die mit etwas geringeren Punktzahlen ebenfalls den Schnitt von 1,3 erreichten: Jonathan Kolar, der zudem Preise in den Bereichen Mathematik, Physik und Gestaltungs- und Medientechnik erhielt; Jakob Haas, der mit dem Preis des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrttechnik ausgezeichnet wurde; Moritz Magel, der zudem einen Preis von der Stiftung der Volksband Bruchsal-Bretten für „Technik und Management“ erhielt; Romy Orloff, das „beste Mädchen“ (Preis), erhielt auch einen Preis für herausragende Leistungen in Englisch. Zuletzt sei Fabian Schwandner mit einem Notenschnitt von 1,4 genannt, der auch in den Fächern Physik, Mechatronik und Mathematik  ausgezeichnet wurde. Zudem erhielt Katharina Kohl und Laura Alexander Preise im Fach Chemie, Tim Böcker im Fach Physik, Leon Zimmermann in Sport und Laura Dossinger für Ihre erfolgreiche Teilnahme an einem Schulwettbewerb. Für sein soziales Engagement erhielt Norman Kratz einen Preis der Sparkasse Kraichgau. Zertifikate für ihren unermüdlichen Einsatz für die SMV erhielten neben Norman Kratz auch Jannik Belz, Eric Angermann und Dorothea Cicatello.
Eingerahmt wurde der Abiball von der kurzfristig  zusammengestellten Abiband, die nichts desto trotz sehr  „tight“ zusammenspielte und  einen guten Groove entwickelte. Dazu kam die kluge Songauswahl, u.a.: „Another Brick in the Wall“ (Pink Floyd) und „Let me entertain you“ (Robbie Williams), die Zugabe „Highway to hell“ (AC/DC)  konnte als eine augenzwinkernde Umkehrung des Schulmottos „Der Weg nach oben“ verstanden werden. Beeindruckend und ein Zeichen für echte Musikalität war der Instrumententausch unter den Bandmitgliedern. Aus den Programmpunkten ragten der Schüler-Lehrer-Wettstreit in den Disziplinen Montagsmaler, Pantomime und Quiz heraus (die Schüler gewannen) und der Abifilm, der gekonnt den Schulalltag und die Prüfungsvorbereitungen persiflierte. Die Reden von Schulleiter Herbert Schäffner stimmte nachdenklich und enthielt viele Ratschläge, die Rede von Abteilungsleiter Jürgen Karcher fasste mit viel Humor vor allem die letzten Monate der Abiturprüfung zusammen.
Und was bleibt? Eine poetische Antwort darauf gibt Mathilde Kervio in der Abizeitung: „… Das Nasswerden durch den Brunnen auf dem Schulhof, wenn eine leichte Brise wehte sowie den schwer in der Luft liegenden Sumpfgeruch auf dem Rückweg, werden wir nie vergessen.“

Bernd Grün, Balthasar-Neumann-Schule 1; Juli 2019

 

Stand: 16.10.2019

 

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