„Smells like teen spirit…“ Abifeier an der Balthasar-Neumann-Schule 1

Am 7. Juli 2017 fand an der Balthasar-Neumann-Schule 1 (BNS 1) in Bruchsal der diesjährige Abifeier in der Aula der Schule statt. Insgesamt 67 Abiturzeugnisse mit einem Gesamtschnitt von 2,5 und eine ganze Menge Preise wurden überreicht – davon später mehr.
Louis Wirtz und Sabine Schrapp führten charmant durch den Abend und kündigten zuerst die Rede vom Abteilungsleiter des Technischen Gymnasiums, Jürgen Karcher, an, der augenzwinkernd den nicht immer geradlinigen Weg mancher Schüler zum Abitur beschrieb. Genauso wie im Anschluss daran Schulleiter Herbert Schäffner betonte Karcher, dass man zwar mit der allgemeinen Hochschulreife gute Ausgangsvoraussetzungen für eine erfolgreiche berufliche Zukunft habe, aber dafür aber weitere Anstrengungen von Nöten seien. Schäffner wies auf den demographischen Wandel hin, der dazu geführt habe, dass es ein gutes Angebot an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen gebe. Andererseits stelle das heutige Arbeitsleben viel höhere Ansprüche als früher: Heute müsse man bereit sein, aufgrund des rasanten technologischen Wandels lebenslang zu lernen und einen häufigen Wechsel des Arbeitsplatzes und des Arbeitgebers in Kauf zu nehmen. Mit dem Spruch, der heute nicht mehr gelte: „Einmal Siemens, immer Siemens“ spielte Schäffner auf dem einstmals großen Arbeitgeber Bruchsals an, der Ende 2013 seine letzten Niederlassung (Nokia Siemens Networking) mit 600 Mitarbeitern geschlossen hat.
Dieser eher nachdenklichen Töne sollten und konnten die sichtbare Freude bei den Abiturienten und ihren Freunden und Familien nicht schmälern. Die Rede des diesjährigen Scheffel-Preisträgers (Deutsch), Jonas Breuer, setzte zu Anfang andere Akzente. Breuer stellte die Freude über das bereits Erreichte in den Mittelpunkt und stellte folgenden Satz in den Raum: „Aus uns kann nichts mehr werden, denn wir sind schon was“ (Textzeile aus „Es geht uns gut“ von Fiva MC).  Damit ist auch der Geist der heutigen Generation gut beschrieben: Sie weiß zu feiern, wenn sie etwas erreicht hat, aber auch zu arbeiten und ihren Lebensplan zielstrebig zu verfolgen. Vorbei die Zeiten, in denen der Klassenbeste der Nerd und Stubenhocker war, der keine Freunde hat. Mit einer Prise Ironie gibt man sich selbstbewusst, nicht zufällig trägt der Untertitel der Abizeitung „Abistokratie – Der Adel geht, der Pöbel bleibt.“ Aber werfen wir noch einen genaueren Blick auf die Rede von Jonas Breuer. Das bestandene Abitur habe bewiesen, „dass man ein Ziel erreichen kann, wenn man sich dafür einsetzt“, auch wenn der Weg dorthin sehr unterschiedlich gewesen sei. Im Folgenden interpretierte Breuer das Einstein-Zitat „Bildung ist das, was übrigbleibt, wenn man alles, was man in der Schule gelernt hat, vergisst“, dass es vielleicht nicht das konkrete schulische Wissen sei, auf das es ankomme, sondern vielmehr die Lebensweisheiten und Ratschläge, die man außerhalb des Unterrichts von den Lehrern bekommen habe. Zum Schluss dankte er den Lehrern und vor allem den Eltern und schloss mit einer Statistik, die illustrieren soll, wie stark die Eltern in den Schulalltag mit einbezogen waren: Sie hätten an 26 Elternabenden versucht, nicht als Elternbeirat gewählt zu werden, 5057 Schulbrote geschmiert und 17.745 Stunden „einsam und allein“ zu Hause verbracht.
Bei der Verleihung der Preise fiel auf, dass dieses Jahr besonders viele Schüler gleich mehrere Preise mit nach Hause nehmen durften. So erhielt der Jahrgangsbeste, Jonas Breuer (1,2), neben dem Scheffel-Preis auch die Schulpreise in den Fächern Deutsch, Spanisch und Mathematik. Der zweitbeste Abiturient, Jonas Schmidt (1,3) erhielt den Preis des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie Schulpreise in Mathematik und Mechatronik. Der „Drittplatzierte“ Jona Schichta (1,5) durfte sich über den Schulpreis in Physik und den Preis der Volksbank Bruchsal-Bretten für gute Leistungen in „Technik und Management“ freuen, der von Volksbank-Filialleiterin Katrin Schlindwein persönlich überreicht wurde. Der Schüler mit dem viertbesten Abi, Benjamin Schuppel (1,6), wurde von der Deutschen Physikalische Gesellschaft ausgezeichnet und mit einem Preis für gute Leistungen in Sport. Sebastian Wichmann wurden Schulpreise in  Informationstechnik und Physik überreicht, Jean-Pierre Hotz ebenfalls in  Informationstechnik und dazu noch in Englisch. Dirk Schanzenbach erhielt den Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker und den Schulpreis im Fach Spanisch. Samuel und Simon Blank erhielten eine Anerkennung für sehr gute Leistungen und vorbildlichen Einsatz in Evangelischer Religion und Branda Leik wurde als beste Schülerin des Jahrgangs ausgezeichnet. Zuletzt soll noch ein Preis erwähnt werden, der nichts mit guten Noten zu tun hat: Alexander Bäum erhielt den von der Sparkasse Kraichgau gestifteten Preis für vorbildliches soziales Engagement. Auch die Sparkasse hat mit Sven Lässig einen Vertreter geschickt, der den Preis persönlich überbrachte.  
Musikalisch untermalt wurde der Abiball von Kerim Dediz, der dieses Jahr die zweijährige Berufsfachschule der BNS 1 abschloss und ab September selbst das Technische Gymnasium der BNS 1 besuchen wird. Von seinen drei Klavierstücken überzeugte am meisten eine Instrumentalversion von Nirvanas „Smells like teen spirit“.

Bernd Grün (BNS 1)

 

 
 
 

Stand: 21.09.2017

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Klassenpflegschaftsabend
Dienstag, 17.10.2017 um 19:00 Uhr

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