Abitur - was dann?

Was in den Bildungsplänen von 2016 für die Gymnasien im neuen Fach „Wirtschaft / Berufs- und Studienorientierung“  (WBS) als Neuerung angepriesen und den jungen Menschen als Hilfe auf dem Weg in die Arbeitswelt schmackhaft gemacht wird, hat am Technischen Gymnasium der Balthasar-Neumann-Schule 1 in Bruchsal eine lange Tradition und ist längst Bestandteil des schulischen Leitbildes und des unterrichtsbegleitenden Schulcurriculums.
In der ersten Schulwoche stand für die 87 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 eine dreiteilige Informationsveranstaltung anstatt des stundenplanmäßigen Unterrichts auf dem Programm. Hierzu fanden sich Referenten des Kooperationspartners SAP, der IHK Karlsruhe und der Bundesagentur für Arbeit ein, um am Beginn der Kursstufe, also vor dem Punktesammeln für das Abitur, das breite Spektrum an Möglichkeiten aufzuzeigen, das sich mit dem Abitur in der Tasche bietet, darzustellen.
Dabei hatte jede der jeweils doppelstündigen Infoveranstaltungen einen eigenen Schwerpunkt:
Leitthema der Arbeitsagentur war: Abitur – dann Studium. Hier ging es um Fragen rund um das Thema Studieren, egal ob an einer Dualen Hochschule, einer Hochschule für angewandte Wissenschaften oder einer Universität. Was ist zu beachten? Wann muss ich was erledigen? Wie komme ich an Infos? Wer hilft mir? Und viele Fragen mehr wurden dabei angesprochen.
Der Vertreter der IHK stellte seine Ausführungen unter das Thema: Abitur – dann Ausbildung – Chancen und Möglichkeiten für einen Abiturienten mit und nach einer Berufsausbildung.
Schwerpunkt der drei  SAP-Botschafter, war selbstverständlich die Fragestellung: Welche Möglichkeiten nach dem Abitur bietet mir die SAP. Hierbei wichtig, der eigene derzeitige berufliche Werdegang und die Ausbildungs- und Studienwege der anwesenden SAP-Vertreter.
Sehr aufmerksam lauschten die Schülerinnen und Schüler den Ausführungen unserer Gäste, insbesondere dann, wenn Sie von ihrer eigenen Berufsbiographie berichteten. Für viele war es eine wichtige Erkenntnis, dass es mit dem Abitur in der Tasche nicht unmittelbar nur in Richtung Studium  weitergehen muss sondern ganz viele Möglichkeiten in Handel, Handwerk und Industrie sowie dem Dienstleistungssektor offen stehen. Wenn man in die Augen mancher Zuhörer blickte, dann schienen sie zu sagen, das war mir neu, dass ich mit dem Abitur auch eine Ausbildung machen kann und nicht studieren muss.
Diese Veranstaltung steht allerdings nicht isoliert sondern ist eingebettet in eine Fülle von Angeboten zur Berufs- und Studienorientierung, die seitens der Schule angeboten werden. Deren Auftakt bildet am Ende der Eingangsklasse stets ein Tag der Berufsorientierung, der in Kooperation mit der IHK und regionalen Betrieben durchgeführt wird. Im Laufe des Schuljahres gibt es Praktikums- und Schulungsangebote von Firmen, Einladungen zu Tagen der offenen Tür, Hinweise auf offene Stellen und ein Schulungsangebot zum Thema: Bewerbung. Dazu natürlich ein sehr gut vernetztes schulisches Beratungs- und Unterstützungsangebot.
Die externen Referenten waren jedenfalls alle so begeistert, dass Sie schon jetzt für das kommende Schuljahr zugesagt haben.  


September 2017 (Kt)

 

Was soll aus mir werden? Tag der Berufsorientierung an der BNS 1

Die meisten Schülerinnen und Schüler wissen in der 11. Klasse noch nicht, was sie nach der Schule machen sollen – das ist an allgemeinbildenden Gymnasien nicht anders als an beruflichen Gymnasien, obwohl dort das jeweilige Profilfach häufig mehr beruflich anwendbares Wissen vermittelt. Deswegen sind die von der IHK in Zusammenarbeit mit den Schulen und den Betrieben organisierten „Tage der Berufsorientierung“ so wichtig.
Am 20. Juli 2017 hatten die Schülerinnen und Schüler am Technischen Gymnasium der Balthasar-Neumann-Schule 1 (BNS 1) in Bruchsal einen ganzen Vormittag lang die Gelegenheit, sich über verschiedene Ausbildungsberufe sowie duale und „normale“ Studiengänge zu informieren. Die vier teilnehmenden Betriebe und die IHK hatten sich bemüht, dafür auch junge Menschen abzustellen, die diese Ausbildungs- oder Studiengänge gerade absolvieren und den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort stehen konnten.
Der Tag der Berufsorientierung begann für alle teilnehmenden Klassen (insgesamt rund hundert Schülerinnen und Schüler) um 8 Uhr recht ungewöhnlich mit einer Zaubershow von Marion Metternich, die auch immer wieder mit ihren Zaubertricks Überlegungen zur Berufsfindung und zur Lebensplanung verband. Es ist nicht ungeschickt, ein solches Entertainment-Format als Auftakt eines Vormittags zu wählen, der voll von Informationen ist und auch naturgemäß nicht alle immer gleichermaßen interessieren kann. Dann folgten insgesamt vier Stationen, die halbstündig von Kleingruppen von jeweils 11 Personen durchlaufen wurde. Hier stellten Vertreter der Firmen ihre Firma und ihre Ausbildungsberufe, bzw. die dualen Studiengänge vor. Bei den Firmen handelt es sich allesamt um Global Player aus der Region: dm, der größte Drogerie-Konzern Europas mit Sitz in Karlsruhe stellte die Ausbildungs- und Studiengänge in seinem Logistik-Bereich vor. Die Firma E.G.O. aus Oberderdingen, ein Zulieferer für Hersteller von Haushaltsgeräten, verfügt über eine Vielzahl von Ausbildungsberufen und Studiengängen (dual) im Bereich Elektronik, IT, Wirtschaft und Logistik. Die Firma B.O.A. aus Stutensee, eine der weltweit führenden Hersteller von flexiblen, mechanischen Elementen für die Automobil- und Aerospace-Industrie, bildet Industriekaufleute, Industriemechaniker und Mechatroniker aus. Die S.E.W., weltweit agierender Spezialist für Antriebstechnik mit Sitz in Bruchsal, bietet Ausbildungsplätze und Studienplätze (dual) im Bereich Technik, IT und Wirtschaft an.
In größeren Gruppen erhielten die Klassen dann Tipps für die Bewerbungsgespräche von einer erfahrenen „Personalerin“ und zuletzt berichteten zwei junge Frauen über ihre persönlichen Erfahrungen beim Studium und bei der Ausbildung. Besonders eindrücklich schilderte Hanna Schreiber, wie sie zuerst ein sprachwissenschaftliches Studium begann, dieses abbrach und nun als Speditionskauffrau bei Hegelmann (Karlsdorf-Neuthard) ihren Traumjob gefunden hat, mitsamt Aufstiegsperspektiven, die sie als Akademikerin so in ihrem Beruf nicht gehabt hätte.  
Das Programm war eng getaktet, die geringe Gruppengröße gewährleistete jedoch eine persönliche Atmosphäre. Der „Tag der Berufsorientierung“ war genau richtig für diejenigen, die sich tatsächlich erst einmal orientieren wollen und das waren die meisten. Ein besonderer Dank geht an die IHK, die beteiligten Firmen und an Oberstufenberater Walter Kastner (BNS 1), der das Ganze von Seiten der Schule organisiert hat.

Bernd Grün (BNS 1)

 

Von Warren Buffett lernen

Außergewöhnlichen Besuch erhielten die Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums der Balthasar-Neumann-Schule 1 am Freitag, den 07.07.2017.
Unter der Rubrik „Handelsblatt macht Schule“ vermittelt die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ Experten aus der Praxis an Schulen. Julia Jung, BWL-Lehrerin an der BNS 1, hatte sich beworben und prompt konnte Dr. Hendrik Leber, Vermögensverwalter, Gründer und Geschäftsführer von ACATIS, einer Gesellschaft, die derzeit ca. 4 Mrd. Euro Kundengelder verwaltet, als Gast gewonnen werden.
Herr Dr. Leber, der auch als regelmäßiger Experte für Aktienanlagen in der ntv-Telebörse gefragt ist, gab interessante Einblicke in seinen Arbeitsalltag und berichtete über die Vorgehensweise bei der Suche nach nachhaltig aussichtsreichen Aktieninvestments.
Als Anhänger der Investmentstrategie von Warren Buffett sieht er sich nicht in der Rolle des Spekulanten, sondern eher in der Rolle des Investors. Dieser stellt vermeintlich zukunfts-trächtigen Unternehmen (z.B. der E-Mobilität) finanzielle Mittel zur Verfügung, um deren wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.
Auch Börsenweisheiten von Warren Buffett hatte Herr Dr. Leber für die Schülerinnen und Schüler parat, z.B. die Aussage: „Be greedy when others are fearful. Be fearful when others are greedy.“ (Sei gierig, wenn andere ängstlich sind. Sei ängstlich, wenn andere gierig sind.)
Die Vortragszeit verging viel zu schnell, und die Schülerinnen und Schüler hatten noch viele Fragen an Herrn Dr. Leber, beispielsweise über seine größten finanziellen Flops, aber auch ethische Fragen bei der Aktienanlage wurden angesprochen.
Für die eher technisch orientierten Gymnasiasten eröffnete dieser Vortrag neue, fundierte, informative Einblicke in die Welt des Geldes und dürfte noch einige Zeit nachwirken.

W. Schlindwein             Juli 2017

 

Schnupperflüge beim LSV Bruchsal

Pascal Sobucki ermöglicht seinen Schulkameraden der TG 12 vom Kurs Luft- und Raumfahrttechnik am Sonntag, 02. April 2017 jeweils einen Schnupperflug in seinem Luftsportverein Bruchsal. Der LSV stellte dafür zwei Motorflugzeuge (Typ: Katana) zur Verfügung.

Der Traum vom eigenen Rennwagen

Noch vor wenigen Jahren war Jeremy Mack selbst Schüler der Balthasar-Neumann-Schule 1 (BNS 1) in Bruchsal, am 3. Februar 2017 kehrte er mit seinen Mitstudenten Steffen Reuter und Maximilian Kübler an die Schule zurück, an der er 2011 seine Hochschulreife erworben hatte. Dort stellten sie den Schülern der 13. Klasse des Technischen Gymnasiums das breite Spektrum an Studiengängen am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) vor. Man kann dort gängige Fächer wie Mathematik oder Informatik studieren, aber auch solche Fächer wie Pädagogik oder Sportwissenschaft. Das KIT wird jedoch in der Regel mit den technischen Studiengängen wie Elektrotechnik, Maschinenbau und Mechatronik in Verbindung gebracht.
Neben diesen allgemeinen Informationen erhielten die künftigen Abiturienten auch vertiefende Einblicke in das vorgestellte "Rennserien-Projekt"'. Als Anschauungsmaterial hatten die Studenten ein Rennfahrzeug mitgebracht, den KIT16e, der neben weiteren guten Platzierungen in Silverstone (England) in der Kategorie "Beschleunigung"' auf dem ersten Platz landete. Das Projekt KA-RaceIng, das zugleich als eingetragener Verein geführt wird, ist ein Zusammenschluss von etwa 80 Studierenden aus unterschiedlichen Fachrichtungen wie Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen, BWL und Physik. Hier arbeiten sie in Teams zusammen, um unterschiedliche Bereiche ihres Projekts zu leiten. Dazu gehören z. B. die Organisation und Technik, welche sich in weitere Teilbereiche unterteilen lassen. Jedes Mitglied befindet sich in einem sogenannten Sub-Team und hat die Verantwortung über seine Aufgaben oder sein Bauteil. Die Teamleiter dieser Sub-Teams treffen sich mehrmals wöchentlich in der sogenannten Assembly, bei der alle wichtigen Entscheidungen getroffen werden, um am Ende des Produktionsjahres das Ziel von KA-RaceIng zu erreichen.
Es ist das Ziel, jedes Jahr zwei Fahrzeuge zu entwickeln, eines mit einem „klassischen"' Verbrennungsmotor und eines mit Elektroantrieb. Mit diesen Fahrzeugen starten sie beim Konstruktionswettbewerb "`Formula Student"' und treten gegen insgesamt über 500 Teams von anderen internationalen Hochschulen an. Dieses Jahr soll zum ersten Mal ein autonom fahrender Rennwagen entwickelt werden.
Durch das Studenten-Projekt „KA-RaceIng“ finden viele Studenten eine Möglichkeit, sich vom üblichen Lernstress des Studiums abzulenken und einem Hobby nachzugehen, das eine praktische Anwendung der im Studium erworbenen Kompetenzen ermöglicht. Ganz nebenbei erfüllten sie sich den Traum, der fast jeder kleine autobegeisterte Junge hat: Sie bauten sich ihren eigenen Rennwagen. Steffen Reuter war während der Entwicklung des Wagens im Jahre 2016 der technische Leiter für den KIT16e, Maximilian Kübler gehörte zu dem Team, das sich um die Aerodynamik des Fahrzeugs kümmerte und wurde mit der Aufgabe zur Entwicklung der Seitenkasten betreut. Zum Team des Fahrgestells gehörte Jeremy Mack, dort war er daran beteiligt, die optimalen Felgen und Ergonomie für den Wagen zu entwickeln.
Wir sind überzeugt, dass die drei Studenten mit ihrer anschaulichen Präsentation und ihrer Begeisterung für ihr „Rennserien-Projekt“ zahlreiche Schüler der diesjährigen Abschlussklasse der BNS 1 zum Studium am KIT anregen konnten. Im Namen des Abschlussjahrgangs bedanken wir uns bei den Studenten und wünschen ihnen auch weiterhin viel Erfolg für ihr Projekt und Studium.

Markus Hanagarth, Marcel Hauenschild, Jean  Pierre Hotz, Dean Salomo (TG 13/2, BNS 1; Februar 2017)

Stand: 23.11.2017

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